Hier nun endlich der Artikel. Lange vor gehabt und nun endlich verfasst ![]()
Viele von euch haben sich sicher nach meinem letzten Artikel zum Familienbett gefragt: Warum zur hölle tut die sich das an?
Vor dem kleinen Brummi konnte ich es mir nicht vorstellen das Familienbett zu haben, maximal ein halbes Jahr wollte ich ihn neben mir im Beistellbett schlafen lassen und dann in sein eigens Zimmer umziehen lassen. Ein halbes Jahr wollte ich nur voll stillen, wenn überhaupt. Ich fand die Vorstellung immer irgendwie komisch, fast schon ekelig dass etwas an meiner Brust saugen könnte. Und was soll ich sagen?
1. Kommt es immer anders und 2. als man (bzw Mami) denkt ![]()
Stillen ist so schön und super praktisch! Warum sollte ich für etwas Geld ausgeben, dass künstlich hergestellt wird um mein Baby zu ernähren, wenn ich es doch gratis mit mir herum trage? Ich muss keine Fläschen vorbereiten, Wasser kochen und mit einem schreienden Baby auf dem Arm warten bis die Mahlzeit auf Trinktemperatur abgekühlt ist. Die Milchbar ist jeder Zeit einsatzbereit ![]()
Ich fürchte ich schweife ab….
Wir haben uns also dazu entschlossen ein Familienbett zu bauen weil es nicht nur total praktisch ist sondern auch super schön!
Ich könnte mir gar nicht vorstellen Colin jetzt in seinem eigenen Zimmer schlafen zu lassen, das fühlt sich für mich irgendwie falsch an.
Ich kann ihn nachts stillen ohne aufzustehen, evtl in das nächste Zimmer zu gehen, ihn aus dem Bett heraus nehmen…. Bis ich dann wieder in meinem Bett angelangt bin bin ich doch wieder wach und brauche länger zum einschlafen. Da ich im liegen stille brauche ich meist nicht einmal meine Augen zu öffnen, ich kann einfach weiter schlafen das ist super! ^^
Und wir können so schön zusammen kuscheln….
Darauf wollte ich aber nicht hinaus.
Ein großer Vorteil vom Familienbett (und dem Stillen) ist, dass durch die viele Nähe die Bindung gestärkt wird.
“Das ist mein Kind, natürlich hab ich ne Bindung zu dem” könnte Frau jetzt sagen. Na klar antworte ich darauf! Aber es gibt Frauen die evtl Wochenbettdepressionen haben (oder zu Anfang den Babyblues den ich auch hatte wie ich leider gestehen muss).
Und: Kann die Bindung etwa zu eng sein? Nein! Ich stelle fest, dass es mir jetzt viel schwerer fällt meinen Sohn jemandem zum Aufpassen zu überlassen als vor dieser intensiven Trage-, Stillen und Familienbettzeit. Als meine Mutter auf den Kleinen aufgepasst hat als er etwa schätzungsweise 2 Monate alt war konnte ich den Abend im Restaurant genießen ohne großartig denken zu müssen “Was macht er wohl gerade? Weint er? Kommen alle mit ihm klar? Trinkt er aus der Flasche?” Ich konnte einfach entspannen. Jetzt ist es nicht mehr möglich, zerbreche mir ständig den Kopf.
Seit Urzeiten haben die Mütter bei ihren Babys geschlafen, das war halt der einfachste Weg um den Nachwuchs selbst im Schlaf zu schützen, in der Steinzeit zum Beispiel vor wilden Tieren. Und auch heute noch ist es in manchen Kulturen so üblich. Die Eltern teilen sich doch auch ein Bett selbst wenn sie alleine ohne den schnarchenden Partner evtl besser schlafen könnten. Zwischen ihnen liegt dann vielleicht noch der Hund oder die Katze. Aber das Baby wird in einen anderen Raum verfrachtet? Finte ich irgendwie unnatürlich.
Ich habe bereits auf verschiedenen Seiten gelesen dass das Familienbett die Eltern quasi sensibilisiert und sei es bewusst oder unbewusst z.B. auf die Atmung des Babys zu achten und somit im Falle vom plötzlichen Kindstod schnell reagieren können falls etwas sein sollte.
Man hat herausgefunden dass eine enge Mutter- bzw. Eltern-Kind-Bindung fürs spätere Leben stärkt. Die Kinder werden selbstbewusst und sind weniger stressanfällig was sie später gesünder leben lässt. Probanden einer Studie haben angegeben etwa sechs mal häufiger unter Diabetes, Infarkten oder Herzerkrankungen zu leiden wenn keine enge Bindung vorhanden ist. (Quelle: *klick hier zum Artikel*)
“Der wird viel zu sehr verwöhnt!”
Wie denn? Ich befriedige nur seine elementaren Bedürfnisse. Ein warmes Nest, nähe und Geborgenheit und die Sicherheit dass er nicht alleine ist. Es ist immer jemand da um den Kleinen zu beschützen. Babys wissen nicht dass sie in ihrem eigenen Zimmer sicher vor wilden Tieren und Monstern sind und dass man in nur wenigen Schritten bei ihnen ist um sie bei Bedarf zu trösten.
Die Erfindung des Kinderzimmers gibt es erst seit etwa 200 Jahren.
“Den Wirst du nicht mehr los!”
Warum sollte ich das wollen? Er darf so lange bei uns schlafen wie er es möchte. Natürlich kann ich ihm den Auszug irgendwann erleichtern in dem er sich zum Beispiel ein neues Bett in Rennautooptik ganz alleine aussuchen darf, aber erst dann wenn er sich dazu bereit fühlt. Ich habe noch nie gehört dass ein Teenager bei seinen Eltern mit im Bett schläft, das wäre ihm ja viiiiel zu peinlich! Und sollte es dann doch so kommen bauen wir eben an und seine Freundin schläft mit bei uns, sie ist herzlich willkommen! ![]()
“Das wars mit der Zweisamkeit!”
Das glaube ich wohl kaum! Man muss nur umdenken…. ![]()
Auch wenn wir von unserer Umwelt vielleicht belächelt werden dass wir ihn wenn er ein paar Jahre alt ist immer noch bei uns schlafen lassen. Mir doch egal! Ich mache das was ich bzw wir für richtig halten. So habe ich es schon immer gemacht und daran werde ich auch nichts ändern, Nur weil unsere Gesellschaft es anders evtl für richtig hält und der Meinung ist ein Kind gehört in sein eigenes Zimmer. Genau so handhabe ich es auch mit dem Tragen im Tuch: Mir egal ob ich für einen Freak gehalten werde. Es ist das natürlichste der Welt ein Baby/Kind zu tragen und das tue ich. Und warum sollte ich es mit mit dem Tuch denn nicht leichter machen meinen Brummi zu tragen? Ich mache mir doch nicht meinen jungen Rücken kaputt, bin ich denn bekloppt?!
Das Kind im Familienbett willkommen zu heißen (nicht nur zu “dulden”) vermittelt dem Kind die Botschaft “Du bist eine wichtige Person für uns. Wir sorgen für dich in der Nacht genauso wie am Tag.”
– William Sears
Hier noch ein Paar nette Links zum Thema Familienbett
Ammenmärchen *Klick*
Wissenswertes *klick*
Studie von Dr. James McKenna zum Thema Familienbett *klick*

hey Dani… Ich lese immer mal wieder deinen Blog und nun muss ich mich hier mal zu Wort melden. Du erinnerst mich ganz wahnsinnig an mich,damals als ich mit 19 meine Anna bekam und total überwältigt war von diesen neuen Gefühl. OK. Ich bekomme ein Baby, dachte ich mir damals. Aber du bleibe bleibst unabhängig, von Stillen hatte ich damals noch nie etwas gehört und Internet gab es noch nicht… Also wurde ich mal eben Mama. Zum Glück hatte ich mir ein paar gute Bücher geliehen damals, so das ich mich mit diesem Gedanken, meinem Baby die Brust zu geben angefreundet hatte… Und dann war sie da. Sie trank an meiner Brust und dieses Gefühl -soetwas hatte ich mir nie vorstellen können… Daraus resultiere? Ich gab mein kleines Wunder über ein Jahr nicht aus der Hand, selbst die Omas durften nicht mit dem Wagen los schieben… Und es war richtig so! Ich stillte sie trotz aller Widrigkeiten, kämpfte darum,trotz großer Schmerzen und bin soooo glücklich,dass ich es wirklich schaffte sie 13 Monate zu stillen.
Ist es nicht traurig, das Mütter/Eltern sich rechtfertigen müssen, wenn sie so eine innige Bindung zu ihrem Neugeborenen/Baby/Kind haben? Wie kann man denn einen so kleinen Menschen schreien lassen, allein in seinem kalten Bettchen schlafen lassen oder von vorn herein die Flasche geben, mit dem Gedanken, dass ja dann Jeder das Kind füttern kann und Mama unabhängig bleibt?!? Da erzähl mir doch mal Jemand was normaler ist…
Ich praktiziere ja auch soetwas wie das Modell Familienbett. Nachdem mein Exmann nicht wollte dass die Mädchen in unserem Bett schliefen damals, genieße ich nun mein Singlemama-Dasein mit Säugling und einem 2x2m Bett. Es ist herrlich! Ich bin meinem Baby so nah, wir kennen uns so gut, das hätte ich mir nicht träumen lassen. Ich genieße die paar Stunden, die er in seinem Bettchen schläft,weil mein Rücken das braucht. Aber ich kann es kaum abwarten, bis er sich endlich meldet Nachts um dann den Rest der Nacht dicht an mich gekuschelt zu verbringen. Ganz selten lege ich ihn dann mal auf die andere Hälfte des Bettes, eher genießen wir Beide diese Zweisamkeit.
Ich bin so glücklich, dass, wenn der Papa ab und zu mal hier schläft, er immer gleich fragt ob der Zwerg denn bitte bei uns im Bett schlafen kann 🙂 und dass er ihn, genau wie ich, gern im Tragetuch umher trägt. Heute bin ich 11 km spazieren gegangen mit meinem Sohn… Hab ihn vorsichtshalber in den Kinderwagen gelegt… Und der arme Kerl tat mir so leid, er hat zwar geschlafen, aber so oft die Ärmchen hochgerissen wenn ich über einen Buckel fuhr. Es fühlte sich so falsch und unecht an und ich hatte so oft das Gefühl idh müsse ihn da raus nehmen und ihn sicher an meinem Herzen tragen…
Lange Rede- kurzer Sinn… Was ich dir eigentlich sagen wollte ist: Du bist eine tolle Mama! Du tust in meinen Augen genau das Richtige. Du hörst auf dein Herz und auf dein Kind! Du widersetzt dich der gängigen, leider immernoch geltenden Norm, gehst euren Weg. Und das ist gut so! Du wirst die Früchte dieser Bemühungen ernten… Ihr 3 werdet ein ganz besonderes Verhältnis zueinander haben… Du kannst verdammt stolz sein auf dich und deine kleine Familie! Ich mag euch sehr…. Drück den Brummi von mir ?
Hey Dani!
Ich finde ja am traurigsten dass man sich für seine Meinung immer und überall rechtfertigen muss. Jededr sollte tun und lassen können was er will.
Momentan kann ich mir noch nicht vorstellen dass ein Familienbett eine Alternative für mich wäre. Aaaaaaber: mein Baby ist noch nicht auf der Welt und daher halte ich mich mal zurück, wer weiß ob ich als Mama dann nicht ganz anders ticke wie jetzt. Das lasse ich mal gediegen auf mich zukommen und wir sprechen uns vielleicht in einem Jahr nochmal ^^
Du machst dein Ding. Du ziehst es durch und dir ist es piepegal was andere darüber denken. Richtig so
Ich finde es nur wichtig, dass Stillkinder auch ein Fläschchen annehmen. Im Notfall. Wenn man es doch mal nicht die ganze Zeit um sich haben kann. Die Mamamilch lässt sich ja mühelos dafür abpumpen.
Meine Freundin stand vor dem Problem, als sie durch Krankheit keine Milch mehr geben konnte. Da kam einfach nichts mehr und ihr Sohn wollte absolut nicht aus der Flasche trinken. Das wurde so akut, dass er ins Krankenhaus musste weil er schon kurz vorm austrocknen war.
Hätte ich ein Kind, dann müsste ich es hier vor Fruchtzwerg fütternden und Milchschnitte gebenden Verwandten retten, die zumal auch noch vor Kinder rauchen. Solche Leute gehören totgequatscht und angeprangert…aber nee, es werden immer nur die angemault, die es richtig machen.