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Klopftherapie: Probleme Einfach weg geklopft?

Ich habe mir eben im Internet die Wiederholung von Daniela Katzenbergers Natürlich Blond angesehen. Dort geht sie zu einem Klopftherapeuten (nennt man die so?) um ihre Angst vor Menschenansammlungen zu bekämpfen.

Ich habe schon öfter was davon gehört. Ein Arbeitskollege hat wohl mal ein Seminar dazu besucht und einer Kollegin den ein oder anderen Punkt gezeigt. Wobei ihr das jetzt helfen sollte weiß ich nicht mehr.

Auf jeden Fall sind beide der Überzeugung, dass die Klopftherapie –richtig angewendet- hilfreich ist. Sie kommt aus der traditionellen chinesischen Medizin (kurz: TCM. Dabei muss ich immer an Tchibo denken lol) und wird u.a. auch Klopf-Akupunktur genannt.

Wir ihr ja wisst habe ich momentan Probleme mit dem Darm, den Symptomen nach eine Colitis Ulcerosa. Ziemlich Blöde Sache! Würde ich keinem wünschen.

Total unberechenbar und auch alles andere als vorhersehbar! (Ups, ist der Satz jetzt doppeltgemoppelt? Naja, wurscht!)

Auf jeden Fall geht es mir eigentlich ganz gut. Ich habe meine Tabletten und andere Medikamente die ich nehme und mir schon wesentlich mehr Freiraum geben als ganz zu Anfang.

Allerdings bleibt immer ein Restrisiko und genau vor diesem Risiko habe ich angst.

Jedes Mal wenn ich im Theater arbeiten muss mache ich mir sorgen. Ich war schon immer jemand, der sich viiiiiel Gedanken über Situationen gemacht hat und was andere über mich denken.

Meine Mutter sagt immer “Mach dir nich son Kopp! Kommt am Ende eh anders als du gedacht hast und is nich so schlimm!”

Gut, sie hat ja bisher auch meistens recht damit gehabt, allerdings ist das immer so leicht gesagt…

Spätestens wenn ich in der S Bahn Richtung Theater sitze fängt es in meinem Kopf an zu rattern

“Wird alles gut gehen?”

“Was ist, wenn nicht?”

“Was, wenn ich wieder nach Hause gehen muss?”

“Ich will nicht, dass es wieder anfängt!”

“Wie reagiere ich da am besten?”

“Was werden Kollegen und Vorgesetzte sagen? Glauben sie mir? Oder denken sie vielleicht ich simuliere?”

und und und…. Ich könnte noch Seitenweise so weiter schreiben.

Das löst natürlich Stress aus und ich stehe unter tierischem Druck! Den ich mir ja leider selber mache…

Und Stress löst bei mir die Schübe von Darmkrämpfen, Durchfall etc. aus. Ein Teufelskreis!

“Hör doch auf, dir Gedanken zu machen!” Würde Mama jetzt wieder sagen. Ja was glaubt sie denn, was ich immer versuche? ^^

Natürlich ´versuche ich mir keine Gedanken zu machen, mich abzulenken, zu beruhigen. Ruhig atmen hilft auch nicht. Die Gedanken, der Stress und die Angst bleiben.

Ich vergleiche das immer mit ner Magersüchtigen: Du kannst einer Magersüchtigen ja auch nicht sagen, iss doch einfach was! Klappt auch nicht, macht es fast noch schlimmer.

Jetzt sah ich eben die Klopftechnik bei der Katze im Fernsehen und habe mir gedacht, warum nicht mal ausprobieren?

Ich habe diese Internetseite gefunden, Wo alles etwas beschrieben ist und auch ne kleine Diashow zu den Klopfpunkten zu sehen ist.

Ich habe mir jetzt diese Akupressurpunkte gemerkt und werde versuchen bei der nächsten Panikattacke, die garantiert morgen kommen wird die Klopftechnik anzuwenden. Habe nämlich eine lange Schicht mit einer wichtigen Position, bei der man mich nicht einfach ersetzen kann nur weil ich sage ich muss nach Hause.

Hoffentlich hilft mir die Technik die nächste Panikattacke zu überstehen, damit ich den Abend besser überstehen kann und in Zukunft keine Angst vor der Arbeit haben muss.

Ich denke, das ganze hilft nicht bei jedem, man muss schon offen dafür sein und ein bisschen daran glauben. Mit einer “Ach, das wird doch ex nix!” –Einstellung kann das ja nicht klappen!

Drückt mir die Daumen, ich bin gespannt!

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